[Spielinhalt] Böse Überraschung im Ehrenmodus

picommander

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Das ist jetzt mein zweiter Versuch im Ehrenmodus und obwohl mir die strukturelle Schwäche (immer wieder die gleichen Orte zu durchlaufen nach einem Game Over) dieses Modus von Anfang an klar war, erlebe ich doch immer wieder neue und auch ziemlich schockierende Dinge. Ich hab jetzt fast 1000 Stunden im Spiel verbracht in 7 Kampagnen (Ehrenmodus nicht mitgerechnet), aber noch nie erlebt, wie die Eulenbärenmutter einen Gefährten herbeigerufen hat. Der Papa halt. Und ein ziemlich aufgebrachter. Ganz schlechte Nachrichten, und das im Ehrenmodus, mit einer Party gerade mal Anfang Stufe 3 und (sehr schwacher) Unterstützung, die das leider nicht überlebt hat. Immerhin haben sie mir das Eulenbärenbaby vom Hals gehalten, aber auch so war das ein absoluter Albtraum. Ich dachte andauernd, das war's jetzt schon wieder. Ständig musste ich meine Leute wieder aufrichten und die letzten 2-3 Runden waren wirklich Spitz auf Knopf mit Ausnutzung der letzten Ressourcen.

Aber geschafft und überlebt! So ein Sieg fühlt sich einfach nur unbeschreiblich gut an im Ehrenmodus. Eigentlich sollte der in Heldenmodus umbenannt werden! ;)

Papa Eulenbär.jpg
 

Maus

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Ich spiele ja auf normalem Schwierigkeitsgrad, aber vielleicht relevant für Ehrenmodus-Spieler: Beim Kampf um Aylin werden zumindest in meiner Wahrnehmung verstärkt Gruppenmitglieder in den Abgrund geschubst. Also sehr zielgerichtet von der Bewegung der Gegner her. Und wenn Schattenherz in dem Kampf stirbt, dann ist das ein GameOver. Und ich vermute, dass das kein Bug ist.
 

TiTux

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Weshalb ist das ein Game Over, wenn Schattenherz stirbt? Hatte gelesen, dass es im Ehrenmodus nur zum Gameover führt, wenn alle Mitglieder tot sind.
 

Lotus Noctus

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Im offiziellen Forum wird dieser neue Modus trotzdem als zu einfach moniert. Jedenfalls bei einem erhöhten Partylimit und der ROFl-Combo Palock / Sorlock. Und ich hatte schon Hoffnungen, dass der Modus für eine zukünftig höhere Custom Party geeignet wäre...
 

Belryll

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Im offiziellen Forum wird dieser neue Modus trotzdem als zu einfach moniert.
Ja, aber Leute, die weird flexen, wird es immer geben. Sich darüber zu beschweren, dass ein Spiel mit Mods zu leicht wird, ist auch gewagt. Ich bin mir sicher, irgendwann werden "Re-balancing"-Mods ins Feld geschmissen, die den Schwierigkeitsgrad für Spieler, die sich andere ansonsten spielerleichternde Mods installiert haben, nach oben hin anpassen.

Ich hab jetzt fast 1000 Stunden im Spiel verbracht in 7 Kampagnen (Ehrenmodus nicht mitgerechnet), aber noch nie erlebt, wie die Eulenbärenmutter einen Gefährten herbeigerufen hat.
Soweit ich weiß, haben Larian bestimmten Gegnern/Begegnungen zusätzliche Fähigkeiten bzw. Herausforderungen verpasst. Wenn der zweite ausgewachsene Eulenbär nicht auf den Schwierigkeitsgraden Explorer bis Tactitian erscheint, handelt es sich bei diesem Kampf vermutlich um eine dieser Besonderheiten.
 
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Maus

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Mods zu installieren und sich dann über das Balancing zu beschweren ist albern. Und vor allem, wenn es um erhöhtes Partylimit geht.

Schattenherz wird an der Stelle für den Dialog gebraucht. Ich vermute, dass deshalb ihr Tod ein Problem darstellt. Oder halt doch ein Bug. Gibt allerdings keinen Game-Over Screen, sondern der Kampf geht einfach nicht weiter. Das könnte natürlich auf Bug hinweisen. War allerdings reproduzierbar (weil sie immer die schlechteste Ini hatte...). In weiteren Versuchen wurden auch andere Charaktere in den Abgrund geschubst, aber da ging es weiter. War für mich die Lektion, dass ich da besser mal nie am Rand stehe... oder in der Nähe, weil der schubst schon ziemlich weit.
 

Rink

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Die Schwierigkeit des neuen Modus ist momentan natürlich effektiv darauf zurückzuführen, dass man in manchen Kämpfen nicht mehr so genau weiss, was einem erwartet. Das ist dann auch der halbe Spass, wenn man versucht, einen Gegner "billig" umzubringen, wie das bisher funktioniert hat, und es jetzt plötzlich nicht mehr klappt (wie bei der hag/hexe), manche Kämpfe haben aber auch mehr Gegner gekriegt usw.
Ich persönlich finde das aber klasse, grade die Idee mit "Spielstand laden ist nicht erlaubt", weil es mich zwingen wird, Situationen so zu nehmen, wie die Würfel fallen, statt einfach neu zu laden. Grade für die Origin-Durchläufe, die ja noch einmal ganz neue Szenen bringen, die man aber sonst wegen vlt zu geringen Veränderungen gar nicht in Angriff nehmen würde, eine coole neue Motivation.

Wenn mans noch schwieriger haben möchte, so kann man das ja auch sonst erreichen, indem man sich selber mehr Auflagen macht. So wie eben der No-Kill-Durchgang, Solodurchgänge, Durchgänge in welche man Withers nicht benützt usw. Weiter gibt es ja auch die neue Möglichkeit, Regeln via den neuen Custom-Modus noch weiter schwieriger zu machen (keine Deathsaves usw).
 

picommander

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Im offiziellen Forum wird dieser neue Modus trotzdem als zu einfach moniert. Jedenfalls bei einem erhöhten Partylimit und der ROFl-Combo Palock / Sorlock. Und ich hatte schon Hoffnungen, dass der Modus für eine zukünftig höhere Custom Party geeignet wäre...

Dein Link funktioniert nicht, jedenfalls nicht bei mir. Also ich verwende keine Mods und noch nicht mal Spoiler (außer den unvermeidlichen, die ich zufällig mal mitkriege). Für mich ist alleine die Tatsache, dass ich nicht "experimentieren" kann in diesem Modus schon Schwierigkeit genug. Leider kann hier auch ein unglücklicher Attributswurf mit einer Eins, womöglich noch im Zusammenhang mit fehlenden Inspirationspunkten, sehr schnell zu einem jähen Ende führen. Aber wie einige hier schon sagten, finde ich es absurd, von zu einfach zu sprechen, dann aber vereinfachende Mods zu verwenden. Das ist ganz sicher nicht im Geiste dieses Modus und mich wundert, dass der überhaupt mit Mods funktioniert.

Erinnert mich ein wenig an bestimmte roguelikes wie Linley's Dungeon Crawl (heute: stonesoup), dass ich viele Jahre sehr gern gespielt habe und von Natur aus kein save-scumming zulässt. Natürlich kann man dieses Spiel recht einfach "bescheißen", nur wird es dann ganz schnell nur noch langweilig und nervig. Natürlich finden manche superschlauen Spieler immer einen Weg, sich selbst um das Beste und Spannendste eines Spiels und damit um den Spielspaß zu bringen.
 

Belryll

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Für mich ist alleine die Tatsache, dass ich nicht "experimentieren" kann in diesem Modus schon Schwierigkeit genug.
Es gibt doch den Custom bzw. benutzerdefinierten Modus. Der ist genau dafür gedacht, die Einstellungen für einen Spieldurchlauf nach persönlichem Gusto anzupassen. Hier kann man die Schwierigkeit von minimal bis maximal oder irgendwo dazwischen einstellen und gleichzeitig den Einzelspielstandmodus (de-)aktivieren.

Natürlich kann man dieses Spiel recht einfach "bescheißen"
Dasselbe bei Nethack. Allerdings definieren verschiedene Menschen "Spielspaß" und "Spannung" unterschiedlich. Ein wenig Nervenkitzel muss sein, aber ich komme auch gut ohne aufpolierte Herausforderungen zurecht. Ich spiele, um Geschichten zu erleben, zu basteln und sinnlos Loot zu horten. :D
 

picommander

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Es gibt doch den Custom bzw. benutzerdefinierten Modus. Der ist genau dafür gedacht, die Einstellungen für einen Spieldurchlauf nach persönlichem Gusto anzupassen. Hier kann man die Schwierigkeit von minimal bis maximal oder irgendwo dazwischen einstellen und gleichzeitig den Einzelspielstandmodus (de-)aktivieren.

Ich weiß, dass es das gibt. Allerdings war ich noch nie ein Freund von selbst-induzierten Herausforderungen. Andernfalls hätte es so was wie den Ehrenmodus gar nicht gebraucht, ich hätte ja "nur" die Selbstdisziplin aufbringen müssen, auf jede Art von save-scumming zu verzichten. Ich ziehe klar definierte Regeln vor, an denen ich als Spieler gar nicht erst in Versuchung gerate, daran rumzubasteln. Daher auch meine Abneigung gegen Mods. Ich hege immer noch so etwas wie ein (vielleicht naives) Grundvertrauen an die Programmierer, das sie innerhalb der einzelnen Modi eine mehr oder weniger stimmige Balance hinbekommen. Im Grunde erwarte ich das auch.

Dasselbe bei Nethack. Allerdings definieren verschiedene Menschen "Spielspaß" und "Spannung" unterschiedlich. Ein wenig Nervenkitzel muss sein, aber ich komme auch gut ohne aufpolierte Herausforderungen zurecht. Ich spiele, um Geschichten zu erleben, zu basteln und sinnlos Loot zu horten. :D

Jeder Jeck ist anders, schon klar. Zu den Geschichten, die sich ergeben, hat die Wahl des Modus durchaus einigen Einfluss. Bisher kannte ich nur die beiden Modi Ausgeglichen und Taktiker. Letzteres spiele ich in meinen eigenen Kampagnen, auf Ausgeglichen eine Kampagne zusammen mit meiner Frau (kein Multiplayer, eher beratende Kooperation vor einem Bildschirm, wobei sie die letzte Entscheidungsgewalt hat - was mir schon so einiges Haar gekostet hat).

All das bringt ganz verschiedene Stories zuwege, die ich alle liebe auf ihre jeweils eigene Art (die mit meiner Frau sind schon sehr speziell :)). Aber die Stories, die sich aus der besonderen Spielweise ergeben, die mir der Ehrenmodus aufdrückt, sind unvergleichlich und entstehen meist aus Situationen heraus, die andernfalls so nie entstanden wären, weil ich schon längst wieder mal F8 gedrückt hätte. Hier entfaltet sich BG3 erst so richtig zu seiner vollen Pracht, jedenfalls für mich.

Ich könnte es auch anders ausdrücken: Mir geht die fast schon zwanghafte Optionalität einiger moderner Spiele doch manchmal sehr den Strich. Für mich ist der Ehrenmodus so etwas wie die Oase in einer Wüste voller Beliebigkeit und Bedeutungslosigkeit. Ich kann aber auch sehr gut verstehen, wenn das nichts für alle ist. Was auch völlig in Ordnung ist.

Leider bringt mich dieser Modus jetzt auch noch um den letzten Schlaf. Das Spiel hat echt noch mal ein, zwei Schüppen draufgelegt für mich. Nach 900 Stunden Spielzeit kommt das ja nicht allzu häufig vor.. :D

P.S.: Nach Möglichkeit auf externe Spoiler (Durchläufe oder ganze "work-throughs" auf YouTube) zu verzichten, ist schon fast ein Geschichten Generator für sich. Allerdings kann ich mir nur schwer vorstellen, dass so spezielle Herausforderungen, wie z.B. einen "No-Kill" Durchgang, den Rink oben erwähnte, ohne massive Benutzung von Spoilern überhaupt spielbar wären.
 
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Rink

Strassenköter
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Mir geht die fast schon zwanghafte Optionalität einiger moderner Spiele doch manchmal sehr den Strich. Für mich ist der Ehrenmodus so etwas wie die Oase in einer Wüste voller Beliebigkeit und Bedeutungslosigkeit. Ich kann aber auch sehr gut verstehen, wenn das nichts für alle ist. Was auch völlig in Ordnung ist.
Sehr schön gesagt. Ich persönlich neige zum Perfektionismus. Der Ehrenmodus ist also wie gemacht für mich, weil es mich zwingt, die Inperfektion des Runs zu akzeptieren und mir dadurch ganz neue Dinge begegnen. Und damit lernt es mich etwas, das durchaus auf die richtige Welt übertragbar ist und ich auch dort lernen muss.

No kill-Durchgang: ja, es gibt durchaus ein paar Tricks dabei und es werden aufgrund der massiven Möglichkeiten im Spiel auch immer wieder neue Taktiken gefunden. Aber das finde ich auch eine lustige Sache, wie sich die Community gegenseitig vernetzt und austauscht um schwierige Probleme zu lösen.
 

Belryll

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Soweit ich das beobachte, geht der Trend zunehmend in die entgegengesetzte Richtung, zur personalisierten Spielerfahrung hin. Insbesondere dann, wenn ein breites Publikum angesprochen werden soll (etwa bei populären Simulatoren), werden viele Spieleinstellungen optional gemacht. Sind sie es nicht, beschweren Leute sich mobweise auf Twitter und in Foren. Ich kann mir vorstellen, dass der Custom Modus - sofern er nicht von Anfang an geplant war - nicht zuletzt wegen dieser Spielerforderungen eingerichtet wurde.
 

picommander

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Dass diese Entwicklung eine Verbeugung vor dem Mainstream ist (um es mal nett auszudrücken), ist mir schon klar. Und das Spiele in der Entwicklung immer teurer werden und den Entwicklern kaum eine andere Wahl lassen, als alles zu tun, was möglichst viel Geld einspielt, ebenfalls. Ich mach den Spielefirmen also keinen Vorwurf. Eher schon dem modernen Spielertyp, der sich immer bereitwilliger in die Rolle des bequemen Konsumenten begibt.

Ist aber vollkommen sinnlos, sich darüber aufzuregen. Immerhin gibt es ja auch durchaus positive Aspekte dieser Entwicklung. Und Baldur's Gate 3 ist im Großen und Ganzen eine erfreuliche Ausnahmeerscheinung, die den schwierigen Balanceakt zwischen Mainstream und Hardcore zustande bringt. Hoffentlich wird es in Zukunft noch mehr von dieser Sorte geben.
 
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Belryll

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War auch mehr eine Ergänzung zu Rink. ;)

Persönlich habe ich keine starke Meinung zu der Entwicklung, außer dass sie gut für jene Spieler ist, die sich mehr Entscheidungsfreiheit bei der Gestaltung ihres Spielerlebens wünschen. Warum auch nicht. Ist ja nicht so, dass Spielern erst seit gestern zunehmend Einstellungsmöglichkeiten eingeräumt werden. Jetzt sind wir eben auf einem Stand, der es erlaubt, diese sehr umfangreich und detailliert zu gestalten. Ich sehe nicht, dass ein Mehr an Möglichkeiten für andere mich selbst in irgendeiner Weise einschränkt, solange ich nach wie vor die Möglichkeit habe, vordefinierte Spielmodi zu wählen und nicht gezwungen werde, mich vor jedem Spielbeginn durch Myriaden Textboxen und Schiebeschalter zu klicken, die meine "Spielpräferenzen" abfragen.
 
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