[DA3] Meinungen zum Spiel

Dieses Thema im Forum "Dragon Age" wurde erstellt von Gala, 19. Januar 2015.

  1. Dukemon

    Dukemon Junior Member

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    Bioware habe ich erst mit Dragon Age Origins kennengelernt, vorher kannte ich Bioware gar nicht. Erst nach dem Release von Dragon Age 2 und der VÖ von ME2 auf der PS3 habe ich eine weitere Reihe ausprobiert, wegen der Begeisterung durch Dragon Age Origins und Dragon Age 2. Nach ME2 kam auch recht schnell Mass Effect 3 hinzu.
    Nun, da Mass Effect Andromeda noch etwas hin ist und DAI mir reicht und meine PS3 Controller ohnehin bereits durch intensives Spielen der PS3 Versionen der Me Trilogie und DAO und DA2 abgenutzt und wenig präzise sind, wollte ich mich allen Bioware Titeln zu wenden. Auf der PS4 spiele ich am WE zur Zeit immer Neverwinter Online, Biowares NWN ist mir aber natürlich auch ein Begriff.
    Nun bin ich etwas abgeschweift, auf jedenfall in DAO wurde eine Weltenrettergeschichte erzählt aber in der brutalen Atmosphäre und der tollen Inszenierung in der diese spielt ist sie super abwechslungsreich und der Gegenspieler völlig ausreichend gezeichnet ohne dass es peinlich wirkt. Die Nebenhandlung, die der Haupthandlung einige Steine in den Weg legt, ist gut erzählt mit dem Fereldischen Adeligen wird die Handlung sogar persönlich, auch mit dem Adeligen Ex Marschenbewohner Amell, da man auch den Zirkelturm angreift, aber der Cousland ist nun mal am besten involviert. Viele der Nebenquest basieren zwar auch auf dem Holen und Bringen Prinzip, trotzdem hatten diese wenigstens einen Kontext.
    Was in NWN war kann ich jedoch nicht beurteilen, da nicht gespielt. Ich versuche erstmal BG durchzuspielen. Neverwinter Nights ist mir aber ehrlich gesagt bisher auch zu teuer, ein weiterer Grund weshalb ich mich erst einmal für BG entschieden habe. Die Preise selbst bei der 4 in 1 Box sind noch erschwinglich, die von NWN utopisch.

    WotC hat doch eigentlich die Besitzrechte an ALLEN D&D Produkten. Die müssten doch ein Interesse daran haben dass diese Spiele weiterhin günstig zu erwerben sind und müssten auch in der Lage sein OHNE Biowares, Obsidians Zustimmung diese Spiele erneut zu veröffentlichen.
    WotC ist ja für D&D das selbe, was die Pokemon Company für Pokemon ist. Die können auch alle Bestandteile von Pokemon so veröffentlichen wie sie es wollen, auch wenn z.B. ursprünglich andere Produktionen angestellt haben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. November 2016
  2. Wedge

    Wedge Wedgetarian

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    NWN komplett (NWN1, NWN2 und alle Addons zu beiden Teilen) gibts regelmäßig für nen 5er bei GoG und so. Wenn du natürlich so irgendwelche uralten CD-Versionen kaufen willst, die seit 2003 nicht mehr hergestellt werden, dann ist das halt was anderes... :D


    Anyway, die bioware'sche Storyentfaltung sieht folgendermaßen aus:

    Der PC ist ein Auserwählter, der wegen Grund x unverzichtbar für die Weltenrettung ist. Er/sie rennt durch die Lande und sammelt 4 McGuffins/Fraktionen/Verbündete/Gebiete ein und geht dann das Böse™ kloppen.

    Angewandt sieht das so aus:
    In NWN ist man der Supersöldner, gegen den alle anderen abstinken und muss 4 Artefakte sammeln, um die bösen Yuan-Ti zu besiegen. Zusätzlich besteht jedes einzige Kapitel nochmal darin, 4 Dinge zu tun, bevor man das Artefakt bekommt. It's ne Verschachtelung!

    In Star Wars KotOR ist man der Superjedi, der aus Grund y als einziger helfen kann. Man rennt rum und sammelt 4 Sternenkarten ein, die es einem dann erlauben, den Obermacker hauen zu gehen.

    In Jade Empire ist man der Superzeitmönch, der als Allereinziger (alle anderen sind tot und so) das Land retten kann. Dazu rennt man rum und sammelt 4 Teile eines Amulets ein. Zusätzlich besteht Kapitel 2 noch darin, rumzurennen und 4 Dinge zu sammeln, um das Kapitel beenden zu können.

    Mass Effect machts ein wenig anders. Da ist man der eine Supermensch, der rumrennt und 3(!) Sachen einsammelt, bevor man den Obermacker zerhämmern darf.

    Dragon Age Origins macht dann wieder einen auf bewährt sicher und man ist der Auserwählte, dessen Specialgruppe als einzige die Bösen vernichten kann. Man ist zwar nicht so ganz alleine, sondern potenziell gibts noch zwei Mithelfer, aber die ordnen sich komplett unter, wegen weil Grund z. Bevor man das Vernichten aber durchführen kann, rennt man rum und sammelt 4 alte Abkommen ein, um 4 Fraktionen zum Kämpfen zu bewegen.

    In Mass Effect 2 ist man nicht mehr nur der Supermensch sondern wurde gleich zum Space-Jesus befördert, der rumrennt und alle Probleme löst. Dazu sammelt man im ersten Akt erstmal 4 Companions ein und im zweiten dann 3 Companions und ein McGuffin (3+1! :D).

    In Mass Effect 3 ist man immer noch Space-Jesus (bzw. in meinem fall natürlich Space-.... Jesa...? :hae:, so von wegen wegen weil FemShep=the one and only Shep) und ist so unfassbar besonders geworden, dass total irres Zeug mit nem total irren Space-Child passiert. Vorher rennt man aber rum und befreit 4 Planeten und 4 Leute aus der Fuchtel der Reaper.

    In DA:I ist man jetzt Magic-Jesus, kann als einziger die Welt retten und muss deshalb rumrennen, und Verbündete/Artefakte/whatever zusammenklauben, bevor man die Koryphäe des Bösen angehen darf.

    In ME3 und DA:I zeigt sich aber auch der Einfluss der SWToR-Expansions. In denen nämlich ist man immer der Mittelpunkt des ganzen Universums, um den sich alles dreht und der als einziger alles retten kann/darf/muss/soll. Dazu rennt man dann rum und sammelt Leute und Ressourcen ein, die einen und die eigene Organisation total mächtig und unschlagbar machen, was man sein muss, um die Fratzengesichter zu vermöbeln, die Stunk machen.

    In Shadow of Revan kommt der aus KotOR bekannte Revan zurück und will alles kaputt machen. Die Republik und die Allianz können sich natürlich auf nichts einigen und der PC ist die einzige Figur in der GAAAAAANZEN Galaxis auf den die Torfköppe hören tun. Also sammelt man Einfluss und Verbündete und führt dann den Schlachtzug gegen diesen sogenannten Revan an.

    In Knights of the Fallen Empire wirds noch wilder. Da ist man dann nämlich ein Fokuspunkt in der Macht (selbst wenn man mit der Macht nichts am Hut hat) und ist sooooooooooooooo mächtig, dass das gesamte Universum sich nach dem eigenen Gutdünken verdreht und die gesammte Schöpfung atemlos auf die nächste Entscheidung wartet. Außerdem gibts noch nen Bösewicht, also baut man als Focus-Jesus ne Allianz auf, in dem man Verbündete und Ressourcen sammelt und dann losrennt und den Feldzug anführt.

    Und im neuen, bald startenden Kinghts of the Eternal Throne wird das ganze schlichtweg potenziert und jetzt gehts darum, als Jedi-Jesus Emperor von der GAAAAANZEN Galaxis zu werden - indem man seine Allianz aufbaut und dazu rumrennt und Verbündete und Ressourcen sammelt, bevor man den Schelm vermöbeln geht, der gerade auf dem Thron sitzt.

    Nach allem, was man von ME:A bis jetzt so gehört hat, ist man wegen irgendwas bestimmt der/die Andromeda-Jesus/Jesuline und rennt da drüben rum, um ne Machtbasis aufzubauen, mit der man irgendwas total böses besiegen kann. (Ich kanns nebenbei kaum noch abwarten. Shiny spaceships sind der schnellste weg zu menschlichen Gefühlen bei mir!)


    Wie auch immer: Wenn Dragon Age 2 nicht so sch***e gewesen wäre, wäre das in der Tat eine wunderbare Abwechslung von diesem Einheitsbrei gewesen. :D
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. November 2016
  3. Dukemon

    Dukemon Junior Member

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    Dragon Age 2 ist das Ergebnis das dabei heraus kommt, wenn Leute das Sagen haben die keine Ahnung von ihrem Produkt haben. Irgendjemand dachte 'es quackt wie eine Ente, also muss es eine Ente sein' mehr als zwei Jahre braucht es nicht um ein Spiel zu sein, immerhin kriegen die von der FIFA Abteilung es auch hin zum Stichtag fertig zu werden, also raus damit.
    Dragon Age 2 war schon vor DAI ein solides Spiel, nach DAI wusste nun eigentlich jeder zu schätzen wie sonderbar erfrischend DA2 im Grunde war. Die wenigen Fehler von DA2 lagen im Level- und Charakterdesign. Die meisten Fehler sind auf Zeitmangel zurückzuführen, denn bis dahin war das Dragon Age Team es vorallem gewohnt Zeit zu haben. Entsprechend weit haben sie Ziele gesetzt und runterschrauben mussten sie die Erwartungen.

    Dragon Age 2 sollte ursprünglich Dragon Age Exodus heißen, das hätte den Stil fortgeführt den man mit DAO angefangen hat. Dragon Age sagt einem, es basiert auf dem Dragon Age Regelwerk und spielt in Thedas, das Exodus fasst das Thema zusammen. Bioware konnte ein riesiges Spiel mit drei Rassen und sechs verschiedenen Herkünften (Origins) heraus bringen, was hätte Bioware erreicht, wenn sie in Dragon Age 2 (Exodus) mit nur einem Menschen soviel Zeit bekommen hätten wie sie wirklich brauchten?

    Leider hat man es endgültig geschafft das komplette Dragon Age Team zu vergraueln und durch neue Leute zu ersetzen, die leichter nach dem Plan der BWLer tanzen. Selbst der Schöpfer von Dragon Age ist ja nicht mehr da, weil er keine Lust mehr hatte seine Ideen und seine Vorstellungen dem Massenmarkt, der eine Aufmerksamkeitsspanne eines Ziegelsteins hat. zu opfern. Deshalb kann ich nur vergeblich darauf hoffen, das die Handlung von DAI einfach nur ein kleiner Alptraum von Hawke war und man dann in einem nächsten Teil die Handlung von DA2 wirklich fortsetzt.

    Sogar das ursprüngliche Mass Effect Team wurde ja komplett umgekrempelt, dass so schon eher nach dem Geschmack eines BWLers Produkte abgeliefert hat. Ein DAO war noch mal um einiges Umfangreicher als ein Mass Effect.

    Zu DAI: Nicht mal mehr der Soundtrack erinnert an Dragon Age. :D Dieser geht vor allem deshalb unter, weil er sich in der selben Produktion mit nur zwei Titeln aus dem Vorgänger messen lassen muss und gegen diese verblasst der komplette neue Soundtrack.
    Trevor Morris mag vielleicht ok sein, aber seine Stück gehen vollkommen unter im Vergleich zu Inon Zurs Tracks zu DAO und DA2. 'Ich bin jener/I am the one' und 'Lelianas Lied(Nachtigal)/Lelianas Song(Nightingale)' im Spiel zu haben war kein Gefallen an Trevor Morris.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. November 2016
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