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Baldurs Gate Original oder EE Version

Dieses Thema im Forum "Baldur's Gate: Enhanced Edition" wurde erstellt von Shaktlar, 27. Juni 2018.

  1. Shaktlar

    Shaktlar Junior Member

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    Hallo zusammen

    ich hoffe das ganze hier wird jetzt nicht als sinnloser Spam angesehen und wenn ja bitte einfach löschen.
    Mir geht es darum eure Erfahrungen abzugreifen in Bezug der beiden Spiele BG 1 und 2. Der Hintergrund ist folgender.
    Ich habe bisher noch nie BG 1 zu Ende und BG 2 überhaupt gespielt. Besitze zwar beide Spiele schon seid vielen vielen Jahren aber immer wieder kam mir etwas dazwischen oder ich habe schlicht und ergreifend die Lust verloren. Da ich mir seit letzem Jahr fest vorgenommen habe diese beiden Spiele nun endlich am zu Ende zu spielen habe ich voller Motivation mich hier angemeldet und seitdem zig Beiträge gelesen. Jetzt beginnt mein Dilemma. Spiele ich eine gute oder eine böse Gruppe, spiele ich Magier oder Krieger. Wenn ja spiele ich Standard Krieger oder bastel ich mir mit der EE Version ( welche ich auch habe ) einen zwergischen Verteidiger. Wenn ja hat das noch etwas mit dem "Grundgefühl" des Ursprungs BG zu tun oder verfälscht die EE Version das ursprüngliche? Und was die Sache für mich noch schlimmer macht ist wenn ich mich dann endlich entschieden habe was für eine Klasse und welche Gesinnung ich spiele ist das dann ein Character der auch für BG 2 tauglich ist? In vielen Beiträgen steht das in BG 2 Imoen , Nalia und auch Edwin die Magier schlecht hin sind also wäre doch ein HC als Magier sinnlos oder? Schließlich bin ich in meiner Geschichte der Held und will nicht gegen dahergelaufene "NPCs" abstinken. Im Gegenzug schreiben viele das es keinen gescheiten Dieb gibt dieser gehört aber nach meinem Verständnis in jede Rollenspiel Gruppe.
    Klar könnte man jetzt einfach denken warum spielt der Hirsl ^^ ned einfach auf was er Lust hat und ich werde auch wahrscheinlich keine 100% zufriedenstellende Antwort bekommen aber eventuell eine Orientierungshilfe.

    Wie waren eure Erfahrungen diesbezüglich?
    Habt ihr einfach immer drauf los gespielt oder euch auch im Vorfeld Gedanken über die Gruppe gemacht?
    Nehme ich mir viel Spielspaß und Überraschungsmomente wenn ich gezielt mir Mitglieder suche?
    Verfälschen die neuen NPC das ganze Erlebnis. Dorn zum Beispiel als finsterer Streiter spielt sich ja komplett anders als Ajantis. Hat das bis auf die neue "Quest" für Dorn sonstige Auswirkungen?
    Wenn ich einen Zwerg spiele und den mit nach BG 2 nehme ist dann eine Romanze mit einem Menschen oder Arie nicht irgendwie komisch so Rassen technisch. Fand das bei Dragons Age schon irgendwie komisch zu spielen andererseits wenn ich Romanzen ignoriere ( jetzt wo ich weiss das es sie gibt ) verpasse ich doch auch wieder was oder?
    In meiner ersten Gruppe so vor 20 Jahren ^^ hatte ich Ajantis dabei aber jetzt würde ich ihn aufgrund von Dorn nicht mehr mitnehmen :-)
    Wie handhabt ihr das?
    Mache ich mir einfach zu viele Gedanken? :-)
    Ich befürchte nur wenn ich jetzt wieder mit Augen zu und durch meine Gruppe spiele verliere ich eventuell wegen falsch zusammen gestellter Gruppe die Lust oder lese hier wieder irgendeinen Beitrag der mir Flausen in den Kopf setzt.
    Also entweder schickt mir eure Erfahrungen oder sperrt mich hier einfach :-) :-)

    Danke an alle die sich das hier antun

    Gruß Shaktlar
     
  2. Jastey

    Jastey Senior Member

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    Ich weiß nicht, ob ich wirklich eine Hilfe sein kann, da ich glaube ich etwas anders an die ganze Sache ran gehe, aber vielleicht ziehst Du ja doch irgend etwas aus meinem Senf. :)
    Ich bin so ein Typ der immer und überall dieselbe Klasse, Gesinnung und Rasse nimmt, daher hatte ich viele Deiner Probleme nicht. (Im Grunde wertschätze ich die ganzen Freiheiten des Rollenspiels gar nicht. ;) )
    Für mich ist die ich sage mal Dynamik der Gruppe am Wichtigsten. Natürlich möchte ich auch je mindestens einen Magier, einen Dieb, einen Kleriker (oder sonstwer mit Heilzaubern) und guten Kämpfer dabei haben. Aber was mich an den NPC wirklich reizt ist ihre Persönlichkeit, wieviel und was sie mit dem HC reden, was ihre persönlichen Quests sind usw. Das ist für mich im Grunde das, was BG(II) so faszinierend gemacht hat, da es das erste Spiel war, in dem die Begleiter so viel gequasselt haben. Für BG1 war das noch nicht der Fall, aber da war ich auch noch nicht so verwöhnt. Mittlerweile würde ich auch da nur Begleiter mitnehmen, die Dialoge und Banter haben (dann eben über Mods).
    Hast Du vielleicht eine Klasse, mit der Du Dich am besten identifizieren kannst? Eventuell wäre das eine Möglichkeit, Dich für eine Klasse (Gesinnung, Rasse) zu entscheiden, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen.
    Wenn Dorn für Dich am meisten als Kämpfer in Frage kommt, kannst Du überlegen, mindesten neutral oder eher böse zu spielen, damit wäre dies eventuell auch schon etwas entschieden.
    Das mit den Romanzen zwischen kurzen und langen Rassen ist dann abhängig davon, wie sehr es Deine Immersion stört. Wenn Du Dir vorstellst, dass der Mensch recht kurz und Dein Zwerg recht groß geraten ist, dann könnte das aber eventuell verhindern, dass es Dir komisch vorkommt. Ich sage nur 1,50 m Frau und 2m Mann - geht auch. ;)
     
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  3. Maus

    Maus Senior Member

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    Ich würde sagen: nimm die EE aufgrund der technischen Verbesserungen. Die Auswahl von Kits für den HC und evtl. auch der Familiar (je nach Klasse) machen das Spiel einfacher. Allerdings finde ich, dass das Grundspiel in Bg1 sowieso sehr einfach ist (bis auf den Endkampf und da macht das dann auch nicht viel aus). Spielen kannst du eigentlich, was du willst. Du findest ausreichend Begleiter, so dass dein HC keine bestimme Rolle einnehmen muss. Auch als Magier ist man Imoen und Nalia in der Regel ebenbürdig, wenn man vernünftig skilled. Einzig Edwin ist vielleicht stärker. Aber meiner Ansicht nach, macht die Ausrüstung gerade bei Magiern den Großteil der Fähigkeiten aus, von daher kann man sich da schon selber bedienen (Vecnas Robe) und ist dann der beste Magier im Team. Und Jan reicht als Dieb in BG2 völlig aus, aber er ist dann wirklich der einzig brauchbare ;) Gibt da aber auch ausreichend Mods...

    Für die Begleiter allgemein: Achte auch die Gesinnung: gut und böse in einer Gruppe ist nervig vom Ruf Management her. Das gilt auch für alle bösen (eben auch Dorn). Als Kämpfer finde ich Dorn auch nicht so prickelnd... da ist Coran deutlich stärker. Einziger Grund für Dorn ist, dass seine Quest ein paar nette Items bringt... Und viel reden tut der auch nicht (verglichen mit Mods oder dem NPC-Projekt).

    EE-Begleiter: der Hexenmeister ist eher imba, in BG1 sind die anderen eher nicht zu empfehlen, vor allem der Mönch ist auf den niedrigen Leveln Ballast. Und da man in der EE auch selber einen Hexenmeister spielen kann, ist das auch nicht weiter schlimm. Hexxat hab ich nicht gespielt, aber von dem was man lesen kann, dürfte die auch ein wenig in die imba Kategorie zählen.
     
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  4. Danol

    Danol Senior Member

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    Meine Antwort bezieht sich auf BG2, da BG1 nie so ganz mein Fall war und ich es deutlich weniger gespielt habe als BG2.

    Ignorier diese Beiträge einfach, das ist schlicht murks. Ein HC hat als Magier (erst recht als Hexenmeister) wesentlich mehr Potential als jeder dieser NPC und als BG2-Neuling wirst Du das vorhandene Potential so oder so nicht ausschöpfen - also spiel, wonach auch immer Dir ist. Kein NPC ist besser als der HC es werden kann. Es macht nur nicht viel Sinn einen Magier-HC zu spielen und weitere Magier mitzunehmen, weil gutes Equipment für die Kollegen recht selten ist. Für viele Slots gibts (wenn überhaupt) ein einziges gutes Magieritem im Spiel.

    Kommt halt stark drauf an, was für Dich ein "gescheiter" Dieb ist. Wenn Du einen allround-Dieb willst, der Backstabben, Fallen stellen, Schleichen, Taschendiebstahl, Illusionen entdecken usw. kann, wirst Du mit den NPCs eher weniger glücklich. Wenn Du Dich auf eine Teilmenge davon beschränken kannst (z.B. indem Du einige dieser Fähigkeiten durch Magie ersetzt) sieht das ganze schon besser aus. Lediglich ein guter Backstab-Dieb wird wohl in jedem Fall fehlen.

    Geht so. Generell fand ich die Überraschungsmomente, im Bezug auf anschlussfähige NPCs, eher rar gesät. Grundsätzlich kann man gut so handeln wie es ein vernünftiger HC in dieser Situation tun würde: NNimm mit, wer Dir nützlich und passend zu Rest der Gruppe scheint. Eventuell noch ein bisschen mit nem Mod wie Level 1 NPC nachhelfen, andernfalls kann es passieren dass man einen tollen NPC spät findet und er arg unterlevelt ist.

    Ja, aber nicht notwendigerweise zum schlechten. Die Quests sind ganz nett gemacht, das Loot kann man natürlich immer brauchen und als Gruppemmitglieder sind die neuen ganz nett. Man merkt aber deutlich, dass die neuen Gebiete Schwierigkeiten haben, den Artstyle der alten zu treffen. Deutlicher gesagt: Sie sind ein Stilbruch, man merkt sehr deutlich dass sie neu sind.

    Geschmackssache. Wenns Dich RP-technisch stört, dann machs halt nicht; mich hats nie gestört. Btw. kannst Du als Zwerg im zeiten Teil ohnehin nur in der EE Romanzen haben, Aerie scheint das also ähnlich zu sehen wie Du.
    Da Du ja eh nur eine Romanze haben kannst, verpasst Du so oder so alle bis auf eine, obs auf die eine dann noch so sehr ankommt ...

    Vermutlich. Ich bin ganz gut damit gefahren, mein erstes Durchspielen einfach nur zu Spielen. Die Gedanken hab ich mir dann bei den diversen folgenden Durchgängen gemacht. ;)

    Um das sinnvoll kommentieren zu können, müsste man halt wissen wie Deine Erwartungshaltung konkret ausschaut: Was erhoffst Du, bei Deinem Spiel zu erleben?
    Wenns Dich beruhigt: Ein Durchspielen, bei dem ich im Rückblick nicht irgendwas anders gemacht hätte, hab' ich auch noch nicht hinbekommen; das muss den Genuß am Spiel nicht trüben. Falls Du auf das rundum perfekte Durchspielen aus bist wirds aber in der Tat schwer. Da würde ich mich dann eher auf mehrfaches Durchspielen einstellen.

    Mal meinen grundsätzlichen Tipps für einen ersten Durchgang:
    • Spiel einen guten gesinnten Char und lad dir andere gute oder neutrale NPC in Deine Gruppe ein, die guten und neutralen NPC sind m.M.n. wesentlich besser gelungen als die Bösen.
    • Schau, dass Du eine halbwegs effektive Gruppe baust, also die wesentlichen Rollen (arkane und klerikale Magie sowie Nahkampf) abgedeckt sind, alles andere ist nice to have (wobei ja noch genug Slots frei sind). Insgesamt sind nahkampflastige Gruppen für Einsteiger meist 'ne gute Wahl, aber Magie ist einfach zu gut um sie ganz auszulassen.
    • Wenn Du als HC irgendwas effektives willst, schau in erster Linie nach Klassen, die ohne großartige Spielkenntnis effektiv zu spielen sind. Ja, der Hexenmeister kann gottgleich werden, aber wenn Du nicht gerade Lust hast Dich stundenlang ins Magiesystem des Spiels zu vertiefen - und Dich nebenbei noch zu spoilern was für Gegner auf Dich zukommen - kann es trotzdem sein, dass Dir der stinknormale Kämpfer am Ende stärker vorkommt. Einsteigerfreundliche Klassen sind alle die nicht oder nur wenig Zaubern können, wie Kämpfer, Berserker, Waldläufer, Paladine oder Diebe (wobei letztere schon 'ne Ecke mehr Tiefgang haben).
    • Versuch nicht, möglichst schnell durch die Hauptquest zu rushen. Es zahlt sich aus wenn man die etwas langsamer angeht, erstmal Erfahrung sammelt, seine Wunschbegleiter findet und die Gruppe vernünftig ausrüstet.
     
  5. Shaktlar

    Shaktlar Junior Member

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    Vielen lieben Dank an alle die hier so fleißig geantwortet haben. Dieses Forum ist den beiden spielen absolut ebenbürtig. Nach all den Jahren steht die "Gruppe" dem Suchenden HC hilfreich zur Seite.
    Werde die Ratschläge beherzigen und mich nun erstmal in ein Abenteuer epischen Ausmasses stürzen. Okay die Ratten in Kerzenburg entsprechen nun nicht ganz dem Epos der mir vorschwebt ...... :-)
     
  6. Jastey

    Jastey Senior Member

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    Viel Spaß! ...Und Lehrjahre sind keine Herrenjahre. :D Außerdem sehen das die Getreidekörner ganz anders!!
     
  7. Beleg Cuthalion

    Beleg Cuthalion Senior Member

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    Das erste mal: drauf los spielen und Spaß haben, nicht zu kompliziert denken sondern in der Welt forschen, nicht über die Welt lesen - und nicht unbedingt den spezialisiertesten Charakter verwenden(im Zweifel ist ein Kämpfer niemals falsch). Etwas besser fährt man mit guter oder neutraler Gesinnung, und tendenziell mit den NPCs die sich selbst ein wenig "aufdrängen" (muss aber nicht sein, es gibt nur einen Grund warum die sich anbieten).

    Das zweite mal: alles variieren und bemerken dass das Spiel dann anders ist.
    Das dritte bis zehnte mal: systematisch versuchen alle Inhalte zu erschließen indem man alle NPCs, Entscheidungen, ... mal durchgeht (speziell in bg2).

    Danach: das modding-projekt starten (Inhalte, NPCs und Herausforderungen spieltechnischer Art).

    Und nicht zu viel lesen und systematisieren - ich würde viel geben bg nochmal ohne Vorwissen spielen zu können.

    EE oder nicht: alleine schon aus technischen Gründen EE. Die Inhalte und NPCs kann man mitnehmen oder nicht.
     
  8. Wedge

    Wedge Wedgetarian

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    Sofern du nicht planst, ein BGT zu modden, ist die BG1 EE imho die fast schon die einzig richtige Wahl. Original BG1 kann man heutzutage einfach niemandem mehr antun. Gibt sogar Gesetze dagegen in den Genfer Konventionen!

    Bei BG2 sieht es anders aus. Ob man da Original oder EE spielt, macht nicht sonen großen Unterschied, finde ich.


    Was das andere angeht: Die Baldur's Gates sind so alt, dass sie noch recht komplex sind und nicht wie die Korridor-RPGs der letzten Jahre daherkommen.

    Die Frage, die du dir stellen musst, ist also, ob du 20 Minuten ultra-guide lesen willst, dann ins Spiel tabst, 5 Minuten das machst, was dir der guide vorschreibt, dann wieder zum guide tabst, 20 Minuten liest, ins Spiel tabst, 5 Minuten spielst und etc pp, rinse n repeat, nur um den perfekten Durchgang zu vollführen. Und ob das wirklich die Art ist, in der du einen der absoluten 90s-Klassiker des Mediums Videospiel erleben willst.
    Imho wäre das so, als ob man noch nie The Shawshank Redemption gesehen hat und sich dann hinsetzt, um den Film endlich mal zu sehen, das aber mit ner 850 Seiten dicken Abhandlung über jede nur vorstellbare Facette des Films in der Hand tut und dann alle 40 Sekunden den Film pausiert um nachzulesen, was man in einer multilevel Analyse da jetzt an Kunst rausholen kann. :D
     
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