Pathfinder Kingmaker

Dieses Thema im Forum "Andere Welten" wurde erstellt von Morywen, 2. Oktober 2018.

  1. Morywen

    Morywen Member

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    Ich mache einfach mal ein Bisschen Reklame für Owlcat.
    Das Spiel ist für Oldschool RPG Fans bestens geeignet. Allerdings ist es ohne Kenntnisse des Pathfinder Systems btw D&D 3.5 schwierig zu durchschauen. Es gibt zur Zeit einige Bugs, die zum Teil auch sehr blöd sein können. In meinemP&P Freundeskreis kommt es trotzdem sehr gut an. Auch meine verrücktere Hälfte verbringt unserenden Garten auf Vordermann bringen Urlaub ziemlich viel vor dem Rechner, auch wenn er nichts vom Regelsystem kennt. Dafür hat er ja kompetente Beratung:).
    Das Spiel hat eine Menge Kinderkrankheiten, macht aber Spass und ist für BG Fans eine Überlegung wert. Die Kämpfe sind knackig, es gibt interessante, wenn auch nicht immer nützliche Begleiter. Storytelling ist ok, aber soweit sind wir auch noch nicht vorgedrungen.
     
  2. Mindriel

    Mindriel Traumläufer

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    Wir haben hier noch ein paar Pathfinder Kingmaker Spieler, die sich meistens im Forumschat herumtreiben (hier oder hier). Wir tauschen uns dort auch immer wieder darüber aus, schaut vorbei :)
     
  3. Wedge

    Wedge Wedgetarian

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    Mein erster Eindruck ist ganz gut. Scheint ne sehr komplexe Umsetzung des Regelwerks zu sein, die scheinbar nicht für die PC-Realisierung gestreamlined wurde. Mir gefällt besonders die Verlinkung in Menus, wo man auf alles raufklicken kann, und dann n Info-Fenster bekommt. Also nicht nur Regelwerksachen, sondern auch so Weltinfos.
     
  4. Timestop

    Timestop Running out of Time

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    Ein schönes Spiel, wirklich im Geist von Baldurs Gate. D&D ähnlich (Pathfinder halt), mit bissel Romanzen, Abenteuer, große Welt, viele Monster, Geschichte(n), Optionen welchen Weg man gehen will…. Wie ein NWN2 oder Dragon Age, nur mit dieser knuffigen Grafik von anno dazumal.

    Und ein angepropfter Aufbausimulator der so trocken und verbuggt ist, dass er momentan den Charme und Spaß von Exceltabellen versprüht.



    Tipp: Noch warten mit kaufen, denn momentan sind alle Spieler erwartungsgemäß Bugtester und es wird so hart und oft gepatcht, dass das Spiel vermutlich schon bald auf doppelte Größe angewachsen ist.



    Von Abstürzen bis nicht funktionierenden oder nicht startenden Quests ist alles da.


    Auf meinem Rechner, der möglicherweise zu alt ist, dauert das laden ewig und halleluja, haben die Macher Spaß am laden der Karten. Selbst die riesige Übersichtskarte, die sich verändert, auch weil man darauf ja eigene Städte hinsetzen kann, dauert bei meinem 3 Jahre alten Aldilaptop über ne halbe Minute. Dann noch für die jeweiligen Karte auf der man herumläuft ein paar Minuten Ladezeit draufgesetzt. Und das starten des Spiels braucht auch einige Minuten. Wenn dort ein Sommergewitter auf einer Karte beginnt, dann bricht mein Rechner eh total ein.



    Der Aufbaupart ist ziemlich ungelungen. Man kann ein paar Gebäude auf seine starre Stadtkarte der jeweiligen Stadt setzen und dann spuckt das Bewertungen für verschiedene Statistiken aus.

    Man kann Berater (hauptsächlich Partymitglieder, aber auch andere) als Regenten, Kleriker, General, Schatzmeister etc. einsetzen und die dann auf „Quests“ senden, die als Text abgearbeitet werden. Was alles erst cool klingt, dann aber in Frickelarbeit endet.

    Dauernd muss man vom anderen Ende der Karte zu seiner Hauptstadt zurück, während man eigentlich gerade ein Goblindorf ausplündern will, weil ein Alarm auftaucht und zwingt an seine Leute Aufgaben zu verteilen, damit sich die Baronei nicht ruiniert.

    Es ist manchmal schwer nachzuvollziehen wann was schiefgegangen ist und wenn man nicht aufpasst ist man zu spät in einer Sackgasse gelandet, die das Spiel beendet.


    Um diese ganzen Quests für seine Baronei zu machen muss man immer zurück zur Hauptstadt, über seinen Thronraum (Ladebildschirm) dann einen Kartentisch dort (Ladebildschirm) anklicken, dann wieder aus dem Thronraum (laden) raus in die Stadt (laden) und wieder auf die Weltkarte (laden) und darf dann weiterreisen.


    Der Schwierigkeitsgrad ist hoch, gerade am Anfang schwankt es für den Laien dauernd zwischen Überforderung und machbar auf dem normalen Schwierigkeitsgrad.

    Es wird auch gern vergessen dem Spieler mehr als nur als kurzen Tipp im Ladebildschirm zu erläutern (vom Bestiarium brauch man keine große Hilfe zu erwarten), dass manche Gegner nur durch XY verwundbar sind. Für Pathfindercracks, die Powergaming als Lebensstil verstehen, mag das Spiel also dann eine wunderbare Fingerübung sein, um sich auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad auszuleben. Für den Normalspieler stellt sich dagegen immer wieder Stress ein, wenn sich plötzlich sowohl ein ganz normales Häschen am Wegesrand oder ein wichtiger Questgegner aus dem Nichts als Killermaschine herausstellt, die für 3 XP nur mit heiliger Handgranate totmachbar ist.

    Dazwischen dann Überfälle oder dauerndes Rasten mit Gefahr von Überfällen (wieder zweimal laden) während man auf der riesigen Weltkarte herumschleicht. Oh, man ist wirklich sooo viel in Ladebildschirmen unterwegs und keine Ahnung wie lange das bei Toprechnern dauert, bei meinem nimmt das laden weit über die Hälfte der Spielzeit ein.


    Stellt man diese ganze Städtesim auf Auto, wurschtelt die KI so vor sich hin und man darf dann auch vieles nicht mehr machen (weder bauen, expandieren, Berater auswählen, verbessern, auf Quests senden...). Dann bleibt nur beten, dass es (mithilfe der Einstellung „Königreich kann durch schlechte Stats nicht kaputtgehen“) auch so reicht.

    Noch läuft mein maroder Staat auf Auto und ich kann mich wenigstens auf den guten Teil konzentrieren, den RPG Part.




    Und der gefällt mir außerordentlich gut, mitsamt der kurzweiligen, oft klischeehaften Standardfantasycharaktere und großen Geschichte eines ums überleben kämpfenden und sich vergrößernden Fürstentums. Meines. Daher bleib ich fluchend dran und gucke auf Ladebildschirme.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Oktober 2018 um 00:17 Uhr
    Malik ibn Harun gefällt das.
  5. Dark Enchanter

    Dark Enchanter Member

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    Hallo :) !

    Ich habe mir das Spiel auch geholt, insbesondere deshalb, weil ich früher D&D 3 bzw. D&D 3.5 - Computerspiele gerne gespielt habe.

    Ich persönlich fühle mich bei dem Spiel auch eher an Newerwinter Nights 1 & 2, Icewind Dale 2, The Temple of Elemental Evil und Pool of Radiance - Ruins of Myth Drannor (braucht eine Grafikkarte wo man das Antialiasing komplett abstellen kann) erinnert, als an die Baldurs Gate Reihe, weil die mehr oder weniger Regelgerecht D&D 3 bzw D&D 3.5 wiederspiegeln.

    Ja, das Spiel ist zur Zeit wirklich voller Bugs, auch heftige Bugs, zum Beispiel verbuggte Begleiter-Quests, musste deshalb das Spiel einmal neu anfangen, und war schon bis Armag der Zweifachgeborene gekommen. Ist aber glaube ich inzwischen behoben.

    Allerdings patchen sie zur Zeit fast täglich, wofür man Owlcat loben muss.

    Das Spiel macht mir sehr viel Spaß.

    Die Kämpfe sind vor allem am Anfang recht schwer, sodass mir persönlich der normale Standard-Schwierigkeitsgrad völlig ausreicht.

    Es gibt auch Dinge, die mir nicht so gut gefallen :

    - Richtig krasse Ladezeiten. Das Spiel auf etwas anderem als einer SSD-Festplatte zu spielen nervt auf Dauer.

    - Man sucht sich teilweise auf der Karte tot, um den Ort zu finden, wo man hin muss. Ich habe teilweise enorm viel Zeit gebraucht, nur um einen Ort auf der Karte zu finden. Ein Quest-Highlightning auf der Worldmap wäre hier hilfreich gewesen.

    - Nervige Königreich-Verwaltung, man kommt gar nicht richtig dazu auf der Weltkarte was zu machen, weil ständig irgendwas in der Königreich-Verwaltung getan werden muss. Man kann aber angeblich im Schwierigkeitsgrad auf automatisch stellen, bekommt dann aber bestimmte Achievements nicht.

    - Das System mit der Gepäcküberladung gefällt mir nicht, wäre schön gewesen, wenn die Nimmervollen Beutel, die es in dem Spiel gibt, echte Nimmervolle Beutel gewesen wären, wie man sie von Baldurs Gate oder NWN her kennt. Dafür gibt es aber auf Nexusmods inzwischen einen Mod, wo man die Encumberance runterdrosseln kann.

    - Sehr wenig XP, sehr langsamer Stufenaufstieg. Mir ist es ein Rätsel, wie man jemals auch nur in die Nähe von Level 20 kommen soll. Will man mehr XP haben muss man mit Power-Resting tricksen oder einen Savegame-Editor nehmen.

    - Die Gruppe ist beim reisen fast ständig erschöpt, auch dagegen gibt es bei NexusMods inzwischen einen Mod.

    - Ich finde das Portraitsystem um eigene Portraits zu verwenden etwas umständlich.

    - In dem Spiel gibt es Rätsel, die eigentlich keine echten Rätsel sind, sondern eher was mit ausprobieren, herumsuchen, versteckte Dinge suchen, zu tun haben. Mich nerven diese Rätsel eher als dass sie mir Spaß machen. Wäre schön gewesen, wenn man die weggelassen hätte. Die gab es in den anderen D&D - Titeln in der Form schließlich auch nicht.

    - Ich fand es schade, dass man sich für die Aasimar - Rasse anstelle der Dhampir - Rasse, die zur Diskussion stand, entschieden hat. Ich finde die Aasimar - Rasse langweilig. Ein paar Mini-Resistenzen wie man sie von Tieflingen her kannte, und das wars. Ich hätte mir von Anfang an eine vollwertige Vampir-Rasse gewünscht.

    - Ich finde es schade, dass man bei der Hexenmeister Blutlinie (Undead Bloodline) nur scheinbar untot-ähnlich wird, mit ein paar stark abgespeckten Immunitäten, aber nicht untot wie Begleiterin Jaethal wird die man von Anfang an haben kann, obwohl in der Textbeschreibung steht, dass man ab Stufe 20 anfängt zu verrotten und Untote einen als ihrersgleichen erkennen.
    Dasselbe hätte ich mir auch für eine/n Kleriker/-in von Urgathoa gewünscht den man als Klasse spielen kann, dass man ab Level 20 zum echten Untoten wird, weil man da quasi eine Hohepriesterin ist, und es komisch kommt, wenn eine Hohepriesterin als einzige nicht das Geschenk von ihrer Göttin Urgathoa bekommt.

    Es wird für Pathfinder Kingmaker mindestens 3 Add-Ons geben, die in der Zukunft dazu kommen, das steht jetzt schon fest, auch wenn noch nicht klar ist, wie umfangreich oder wenig umfangreich die sein werden. Ich hoffe, dass sie da einiges ändern bzw. hinzufügen, was bislang gefehlt hat.

    Trotz allem, ein wirklich tolles Spiel, über das ich mich sehr freue. Ist für mich jetzt schon mindestens so gut wie Neverwinter Nights.

    LG
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2018 um 17:57 Uhr
  6. Wedge

    Wedge Wedgetarian

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    Hm, das wundert mich jetzt dann doch. Bis auf den Spielstart, bei dem er mir jedesmal sagt, dass das the first time loading ist und das ein paar Minuten dauern kann, sind die Ladezeiten im Spiel selber ziemlich gut. Sowohl von der Worldmap auf die tatsächlichen Karten (ca 15 sek), als auch anders rum (ca 10 sek). Wobei das vielleicht länger wird, wenn mehr auf der Worldmap drauf ist?

    Aber die Bugs nerven wirklich extrem und verleiten mich dann auch dazu, erstmal zu warten, bis 3-4 Monate ins Land gezogen sind.
     
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